Im Leben wie in der Natur führt der Weg über Stock und Stein – und immer wieder auch zu der Frage nach Schein und Sein.
Diese Gegensätze Verstellung und Authentizität, Beständigkeit und Dynamik stehen im Zentrum der Ausstellung „Über Sein und Stein“ der deutsche Künstlerin Nadine Jork (Bergisch Gladbach) und des Schweizer Künstlers Jürg Keller (Engadin) vereint.
Die Kunstschaffenden verbinden in ihren Werken die Themen Wahrhaftigkeit, Vertrauen und die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Zwischen Felsformationen, Bergtieren und Frauenporträts entsteht ein Dialog über Kraft, Wandel und innere Ruhe – über das, was sichtbar wird, wenn der Schein vergeht.
Die Ausstellung Metamorphosen widmet sich einem der grundlegendsten
Prinzipien unseres Daseins: Dem Wandel.
In einer facettenreichen Gemeinschaftsausstellung präsentieren Künstlerinnen und Künstler der Kunst(T)raumgruppe des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach Werke, die Transformation als empfindsamen Prozess begreifen – geprägt von Neugier, innerer Bewegung und der Offenheit für Begegnung. Metamorphose erscheint hier nicht als plötzlicher Umbruch, sondern als vielschichtiger, oft leiser Vorgang. Die gezeigten Arbeiten erkunden Veränderung als etwas, das sich schrittweise vollzieht, das fordert und zugleich neue Perspektiven eröffnet. Dabei wird deutlich: Nichts ist, wie es scheint. Hinter der Oberfläche verbirgt sich ein ständiges Werden, ein Übergang zwischen dem, was war, und dem, was sich erst formt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der inneren Transformation. Einige Werke greifen die Idee auf, dass Veränderung – etwa durch psychotherapeutische Prozesse – schmerzhaft sein kann. Die Aufgabe des „alten Selbst“ wird als notwendiger - wenn auch herausfordernder - Schritt sichtbar, um Entwicklung zu ermöglichen. In diesem Spannungsfeld zwischen Verlust und Neubeginn entfalten die Arbeiten eine eindringliche emotionale Tiefe. Metamorphosen lädt Besucherinnen und Besucher ein, Wandel als integralen Bestandteil des Lebens zu begreifen und sich auf die feinen, oft unsichtbaren Prozesse der Veränderung einzulassen. Die Ausstellung mit den acht unterschiedlichen künstlerischen Positionen eröffnet neue Blickwinkel auf Identität, Entwicklung und die Kraft, sich immer wieder neu zu erfinden. Gezeigt werden Zeichnungen und Malerei von Michael Boeggering, Joy Florish, Carsten Hellmann, Martin Marbach, Detlef Prehl, Julia Sam und Veronika von Ditfurth.
Kristina Salamon-Afif studierte Diplompädagogik mit dem Schwerpunkt Kunsttherapie und dem Wahlpflichtfach Künstlerische Methoden. Seit 2009 präsentiert sie ihre Arbeiten auf Ausstellungen. 2023 war sie Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Kaleidoskop23“.
Ihr Werk umfasst ein breites Spektrum verschiedener Techniken und Stilrichtungen. Es reicht von sparsamen Schwarz-Weiß-Zeichnungen bis hin zu farbenfrohen Acrylgemälden. Zumeist beschäftigt sie sich in ihren Werken mit philosophischen und gesellschaftlichen Fragestellungen wie beispielsweise Zeit, Lebenssinn, zwischenmenschlicher Interaktion und Emotionen.
In dieser Ausstellung begibt sich die Künstlerin mit ihren Acrylgemälden in den Bereich des Abstrakten. Dabei experimentiert sie mit Materialien und Techniken, wobei immer wieder neue Ausdrucksformen geschaffen werden. Ihre Vorgehensweise ist dabei rein intuitiv; sie lässt sich von spontanen emotionalen Impulsen, Eingebungen und Assoziationen leiten.
In den Gemälden entwickeln die ausdrucksstarken Farben im Zusammenspiel mit den gestischen Pinselstrichen quasi ein Eigenleben: An einigen Stellen bilden sie Übergänge und verlaufen miteinander, an anderen Stellen scheinen sie in Konkurrenz zueinander zu treten, indem sie Raum einnehmen, andere Farben überlagern oder verdrängen. Die Farben treten in eine Beziehung, bilden Harmonien, Kontraste und Spannungen... Sie scheinen sich zu bewegen, entweder schrill und dominant, oder zart und heimlich.
Dabei wirken sie auf den Betrachter ein, indem sie Gefühle wecken, Stimmungen erzeugen und Erinnerungen wachrufen.
Auf der technischen Ebene werden diese Effekte durch den Zusammenklang von Farbgebung, Auftrag, Duktus, Form und Komposition hervorgerufen. Der Duktus weist verschiedene Variationen auf: Er kann getupft, gestrichen, gekratzt, gedruckt, grob, fein, fließend, ruhig oder dynamisch sein. Die Künstlerin arbeitet auch gelegentlich in einer Mixed Media-Technik, bei der sie Ölpastellkreide, Farbstifte u.ä. verwendet. Die Farbe wird in mehreren Schichten aufgetragen, wobei die unteren Ebenen an einigen Stellen durchschimmern, an anderen Stellen jedoch vollkommen verdeckt werden und das Darunterliegende nur erahnen lassen. Und hier entsteht der Bezug zur menschlichen Natur:
Unsere Wahrnehmung, unser Fühlen, Denken und Handeln geschieht auf vielen verschiedenen Ebenen. Manchmal ist nur die obere Schicht erkennbar, nur der äußere Schein; manchmal schimmert etwas durch, genauso wie auf den Kunstwerken. Vieles erscheint nicht greifbar… Was ist Wahrheit, was verbirgt sich, was möchte ans Licht kommen in unserem Handeln, Denken und Fühlen? Auf diese spannende Reise begibt sich die Künstlerin mit ihren Kunstwerken!
20 Jahre KiR (Künstler in Rösrath) – ein Grund zum Feiern…
Am Sonntag, dem 7. September feierten die Künstlerinnen und Künstler des Vereins KiR – Künstler in Rösrath, Förderverein für Kunst und Kultur, das 20jährige Bestehen ihres Vereins.
Die zahlreichen Gäste wurden im Schloss Eulenbroich empfangen, bei schönstem Wetter zunächst im Innenhof durch den Chor KlangArt unter der Leitung von Ruslan Aliyev. Der Chor bot ein mitreißendes und fröhliches Programm. Wer noch nicht in Feierlaune war: hier änderte sich das.
Die Festveranstaltung wurde dann im Bergischen Saal fortgeführt. Grußworte entrichteten als Stellvertreter des Landrates Friedhelm Weiß, als Vertreterin der Stadt die Bürgermeisterin Bondina Schulze und Dr. Jürgen Rembold, der den Verein seit Jahren in vielfältiger Weise unterstützt, dessen Stiftung mit der KSK Köln auch zu diesem Anlass den Jubiläumskatalog gesponsert hatte.
Aufgelockert wurden die Grußworte durch die Pianistin Sigrid Sachse, die im In- und Ausland in verschiedenen Ensembles und als Solistin gastiert. Sigrid Sachse ist dem Verein schon seit Jahren verbunden und spielte eigene Kompositionen.
Durch die Veranstaltung führte Bernd Heinermann, der sich bei dieser Gelegenheit auch bei der langjährigen Vorsitzenden Gabriele Reicherts bedankte, ohne deren Engagement dieser Verein nicht vorstellbar wäre. Ebenfalls im Fokus seiner Dankesworte war Frau Wittkopf, die Managerin der Schloss Eulenbroich gGmbH. Schloss und KiR blicken auf eine für beide Seiten fruchtbare Zusammenarbeit zurück.
In den weiteren Abend leitete dann das Ensemble ACanta. Anschließend „bewaffneten“ sich die Gäste mit Fingerfood und Getränken und schwärmten zu den weiteren Angeboten aus.
Im Obergeschoss des Schlosses war eine „in Memoriam“-Ausstellung zu sehen, die zum einen Werke von Mary Bauermeister zeigte, die als langjährige Schirmherrin den Verein begleitete und unterstützte und an diesem Tag ihren Geburtstag gefeiert hätte. Zudem sind Werke der beiden bereits verstorbenen Mitglieder Peter G. Räderscheidt und
Hans-Günter Blau ausgestellt.
Im Schloss war an diesem Abend auch eine Hommage an Mary Bauermeister zu sehen. Gregor Zootzky, ein langjähriger Mitarbeiter von Mary Bauermeister, zeigte seinen Dokumentarfilm und einen Zeichentrickfilm.
Nach der Festveranstaltung öffnete sich den Gästen aber auch die Bildungswerkstatt. Hier zeigten die Künstlerinnen und Künstler in einer Gemeinschaftsausstellung einen Querschnitt ihres Schaffens.
Hier spielte die Irish-Folk-Band Séamus in der Musikwerkstatt. Sie ist seit nunmehr 10 Jahren auch Kooperationspartner des Kunstvereins und belebt den zweiten Ausstellungsort „Stephanus-Kapelle“ durch Folk-Konzerte, vor allem aber durch die jährlichen Weihnachtskonzerte.
Am Sonntag, dem 28. September endet die Ausstellung ab 14 Uhr mit einer Finissage, bei der Maggy Ziegler die Laudation auf den Verein halten wird.
Diese Veranstaltung wird durch die Musikperformance der Gruppe AmöbenPank bereichert.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.